Reisebericht Bangkok


15. März 2015

Endlich geht es los!! Am 14 März um 14 Uhr startet der Flug mit Thai-Airways von Frankfurt in Richtung Bangkok. Naja, nicht ganz um 14 Uhr...da ein Fluggast nicht erschienen ist, musste der Koffer wieder entladen werden. Blöd nur, dass es ein A380 ist. Da dauert leider das Koffer suchen etwas länger und wir sind erst mit 1 Stunde Verspätung gestartet.

 

Eigentlich dachte ich, das Thai-Airways eine gute Wahl ist, dem ist aber nicht so. Wer meint, über die Lufthansa zu meckern, der möchte bitte mit Thai fliegen. Obwohl Thailand den Ruf genießt, das „Land of Smile“ zu sein, hat das Personal in der Kabine nichts davon mitbekommen. Eine ziemlich lustlose Truppe hatten wir in der Maschine. Das schlechte Essen hat die Situation dann auch nicht wesentlich verbessert. Die warme Mahlzeit hatte einen komischen Geschmack und das spätere Frühstück, ein Omelett mit Spinat war eiskalt.

 

Nach 11 Stunden Flugzeit (und 4 Filme später) ist die Maschine um 7 Uhr Ortszeit in Bangkok gelandet.

 

Ein paar Infos zum Airport in Bangkok:

 

  • Die ersten ATM Automaten findet man direkt nach der Immigration an den Gepäckbändern

  • Der Taxistand befindet sich auf Level 1. Die Ankunft und Gepäckbänder sind auf Level 2.

  • Einfach zu dem Taxistand gehen und dort sein gewünschtes Ziel nennen. Man bekommt dann nach kurzer Wartezeit relativ fix ein Taxi zugewiesen.

  • Unser Ziel war die Ram Buttrie Street, in der Nähe der Khao San Road. Für die ca. 30 Minuten durch die Stadt haben wir 700 Baht Festpreis bezahlt.

 

Wir haben zwar für Bangkok ein Hotel (Lamphu House) für 3 Nächte gebucht, sind aber schon 1 Tag früher als geplant gestartet. Von daher mussten wir uns vor Ort noch ein Zimmer für eine Nacht organisieren. Leider war das gebuchte Hotel an dem Tag voll. 150 Meter weiter haben wir das „New Siam 3“ entdeckt und auch ein freies Zimmer bekommen. 1 Nacht incl. Wifi für 900 Baht. Ein schönes Zimmer, mit Klimaanlage und ein großes Bett.

 

Im Laufe des Tages ist nicht mehr viel passiert. Jetlag, Klimawechsel und ein Flug ohne Schlaf hat seine volle Wirkung gezeigt. Ein lecker Thai-Curry für knapp 1 Euro (40 Bht) und 30 Minuten Fußmassage für 120 Baht . Um 23 Uhr sind wir endlich ins bequeme Bett gefallen und direkt eingeschlafen.

 

 

 


16. März 2015

Gut ausgeschlafen checken wir um 11:00 Uhr im New Siam 3 aus und im Lamphu House ein. Reibungsloser Übergang. Zimmer im Lamphu House sind schön, klimatisiert und wir haben sogar einen Balkon.- Toll und sehr selten in der Khao San Road Ecke. Für drei Nächte zahlen wir zusammen 67 Euro.

Unser Programmpunkt heute soll uns zum Königspalast führen.- Jau, hört sich easy an, ist es auch wenn man ihn direkt findet. Wir wiederum lassen es uns nicht nehmen und spazieren bei gefühlt 40°C (oder mehr) einmal um den ganzen Palast herum (1,9 km) um dann hinter zig beschirmten Chinesengruppen an den Ticketschalter zu gelangen. Das war ganz nach meinem Lieblings-Motto: „Umwege erweitern die Ortskentniss“

Es hätte in der Tat einfacher sein können, wenn uns nicht der eine Thai den falschen Weg gezeigt und der andere sein Königin-Geburtstags-Spielchen getrieben hätte.- Gerne erzählt man den suchenden Touris, dass der Palast geschlossen sei. Einmal hat der König, dann die Tochter oder wiederum die Frau Gemahlin Geburtstag. Man erhofft sich dadurch Kundschaft für Taxi- oder Tuk-Tuk Fahrten zu anderen Highlights. Aber zum Glück kannte ich diese Masche und wir haben uns nicht davon abhalten lassen.

Erst einmal dort angekommen, muss jeder 500 Baht Eintritt zahlen. Nicht inklusive hier ist eine Lebensversicherung, die einen gegen Schirmpiekser aus allen Richtungen schützt. Als großer Europäer hat man es manchmal eben nicht leicht.

 

Lange Hose, bedeckte Schultern und festes Schuhwerk sind Pflicht. Wobei das mit den Schuhen konnten wir nicht bestätigen. Laut Loose und in diversen Reiseforen wird aber davon berichtet, das es keinen Eintritt mit Flip-Flops gibt. Glück gehabt, ein bisschen Wind um die Füße ist eh bei der Hitze viel schöner.

 

Nach dem Tempel geht es dann aber ohne Umwege zurück in Richtung Hotel. Noch ein leckeres Curry an der Straße für 1,50 € und der Stress vom Tempel ist Geschichte.

 

Um 21 Uhr sammeln wir dann den Rest unsere Reisegruppe ein. Die beiden sind von Frankfurt, über den Oman nach Bangkok geflogen. Für die beiden ist es der erste Thailandbesuch.

 

Noch 1 Singha-Bier zur Begrüßung und dann geht es auch für alle ins Bett.


17. März 2015

Heute haben wir als komplette Reisegruppe den halben Tag verschlafen. Die ersten Lebenszeichen waren erst ab 11.30 Uhr in den Zimmern eingekehrt. Bis wir alle mit Duschen und Frühstück fertig waren, war es schon fast 14 Uhr. Jaja – der liebe Jetlag zeigt seine Wirkung.

 

Die Hitze ist mittlerweile ziemlich unerträglich, sodass wir wenig Lust haben etwas zu Fuß zu unternehmen. Wir sind zum dritten Mal in Bangkok und haben deswegen kein Stress mehr mit Sightseeing. Die andere Hälfte der Reisegruppe hat bei der Hitze auch wenig Lust auf ein Tempel-Programm. Von daher entschließen wir uns, auf eine klimatisierte Shoppingcenter-Tour

 

Tipp des Tages: „Nutze den Fluss als Verkehrsmittel“

 

Unsere Unterkunft ist im alten Teil von Bangkok. Von daher ist dieser Teil nicht von öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Skytrain oder MRT (U-Bahn) angebunden. Die meisten Touristen nutzen deswegen ein Taxi oder TukTuk um den restlichen Teil von Bangkok zu erkunden. Was aber die wenigsten Leute machen, ist den Fluss zu nutzen. Auf dem Fluss gibt es ein gutes Netz mit diversen Express-Booten und Fährlinien. Was gibt es schöneres als eine Bootsfahrt bei dieser Hitze.

 

Also ab auf den Weg zum Pier...

 

Pier No. 13 ist für uns der nächstgelegene Pier, den wir jetzt ansteuern. Es dauert keine 5 Minuten, schon stehen wir dort. Es gibt 4 verschiedene Linien, die mit unterschiedlichen Farben markiert sind. Unser Plan ist es, per Boot zum Central-Pier zu schippern um dort direkt in den Skytrain zu steigen. Der Central-Pier ist die optimale Schnittstelle, um Boot und Skytrain problemlos zu verbinden. Von Pier „N13“ bis zum Central-Pier „N0“ dauert es ca. 30 Minuten und kostet 15 Baht pro Person. Diese Strecke wird von der Roten (Orange?) und Blaue Linie angesteuert.

 

Vom Central Pier aus sind es nur 2 Gehminuten bis zur Skytrain-Station S6. Ein Ticket bis zur Haltestelle „Siam“ kostet 34 Baht pro Person. Ab der Haltestelle Siam sind die meisten Malls gut zu Fuß erreichbar.

 

Auf dem Rückweg zum Hotel wollten wir ein TukTuk nutzen. Irgendwie gehört ein TukTuk dazu, wenn man schon in Bangkok ist. Das einzige Problem ist: „Finde ein TukTuk, was einen nicht preislich abzockt“ Für den Hinweg mit Boot und Train haben wir 49 Baht pro Nase bezahlt. Ein TukTuk kann man mit 2 Personen nutzen, als waren wir bereit auch 100 Baht dafür zu zahlen.

 

Pustekuchen!! Die meisten Fahrer wollten als Startpreis 200 Baht. An dieser Stelle muss man einfach Durchhaltevermögen zeigen. 30 Minuten und 50 TukTuk Fahrer später fanden wir dann endlich 2 Fahrer, die uns für den Preis bis zur Khao San Road gebracht haben.

 

Morgen steht eine hoffentlich tolle Tour an, die wir schon nach dem Frühstück (wenn man das so um 13 Uhr noch sagen darf) gebucht hatten. In unserer Unterkunft gibt es ein kleines Reisebüro, gebucht haben wir dort: Floating-Marekt und Railway-Market

 

Evtl. hat schon der eine oder andere vom Railway-Market ein Video gesehen. Einfach mal googlen, da ich an dieser Stelle keine Links einfügen möchte.


18. März 2015

Sawadeekaaaaaaahhhh!

Die Nacht war kurz, um 7 Uhr war Pick- Up am Lamphu- House.

Wir fahren im Mini- Bus Richtung Railway- Market, der ersten Station unseres Touri-Ausflugs-Paketes. Im Bus sitzen 5 Asiaten und wir 4 Langnasen!

Die Fahrt dauert ca. 1,5 Std.

Dort angekommen dürfen wir ca. 50 min am sogenannten Railway- Market entlanglaufen.

Es ist in der Tat sehr beeindruckend, dass die Thais ihre Ware an den Gleisen anbieten. Man läuft über die Gleise durch den Markt. Rechts und links Verkaufsware in Form von Gemüse, Fisch und Fleisch. Man merkt sofort, dass dieser Markt ausschließlich für Thais ist, da die Markisen so tief hängen, sodass man nur gebückt laufen kann. 

Es tummeln sich einige Touristen aber auch local people tätigen hier ihre Einkäufe.

Nach 30 Minuten bekommt man plötzlich per lautem Geschre mit, dass der Zug im 'Anmarsch' ist.

Erkennt man allerdings auch daran, dass die Verkäufer erst ihren Sonnenschutz ( Art Markise) einfahren und dann schnellstmöglich noch Ware aus Gleisnähe rausziehen.

Was ein Spektakel...und dann kommt er, der Zug, der mit geringer Geschwindigkeit an uns vorbeizieht.- Toll...das es so etwas gibt. Einfach irre!


Danach geht es weiter zum Floating- Market. Die Fahrt dorthin dauert nochmal ca. 30 Minuten.


Unser Fahrer schleppt uns zum Ticket-Schalter, denn die extra Bootsfahrt durch den Floating-Market ist nicht im Ausflugs-Paket inklusive ( Ausflug kostet 350 Baht p.P., extra Bootstour zusätzlich 150 Baht p.P.).

Und los geht’s...im Boot sitzen außer uns noch 4 weitere Touris.

Unsere Ruder- Frau hat leichte Koordinationsprobleme, irgendwie hängt unser Boot immer zwischen anderen Booten fest und ständig überholen uns diese auch noch...nun denn, immerhin schafft sie es, uns an einigen Verkaufsständen vorbeizufahren und selbst wenn sie den Kahn nicht anhalten kann, so tut es die verkaufswillige Marktfrau. Die Marktfrauen lauern wie Piraten mit einem Enterhaken bewaffnet am Rand und ziehen die Boote zum Verkaufsstand um dann ihre Waren anzupreisen. Bei unserer Truppe kommt leider keine Verkäuferin weit, wir sind gesättigt vom Shopping auf der Khao San Road.

Die Tour dauert ca. 25 min., dann schlendern wir an Land noch ein wenig an weiteren Verkaufs- und Fressbuden vorbei. Immerhin finden wir alle noch Magnete für die Kühlschrank- Sammlung.


Zur verabredeten Zeit am Minibus angekommen, werden wir plötzlich nochmal aufgefordert in ein motorisiertes Longtail zu steigen und flitzen in diesem erneut in höherer Geschwindigkeit durch die grün-braune Suppe. Dauert so ca. 10 min und war völlig öde. Das war es dann auch. Touri-Programm erledigt.


Gegen 13 Uhr sind wir wieder im Lamphu- House.


Fazit der Tour:

Der Railway-Market war schon super interessant. Da war ein Highlight, was man nicht alle Tage zu Gesicht bekommt. Wobei der 2. Teil mit dem Floating-Market mehr ein Touri-Programm war. Sowas kann man bestimmt auf eigener Faust besser erkunden. Trotzdem war es mit gut 10 Euro pro Person ein gute Tour, die man so einfach nicht alleine Organisieren kann.


Den Rest des Tages sind wir entspannt unterwegs, natürlich ist mal wieder ein Bummel durch die Einkaufsstrasse auf dem Programm, leckeres Essen und für unsere Füße gibt es zur Belohnung für den Market-Trip eine ganze Stunde Massage! ;-)


Morgen ist unser Transfer- Tag! Ab in den Süden mit einem Inlandflug.


19. März 2015

Heute fliegen wir mit NOK-Air, einer thailändischen Low-Cost-Airline von Bangkok nach Ranong.

Unser Taxifahrer ist pünktlich 14 Uhr am Lamphu-House. 4 Personen, 5 Gepäckstücke, das braucht ein Großraumtaxi und kostet zum nationalen Flughafen Don-Mueng 650 Baht.

 

Wir fahren ca. 1 Stunde. Unser Flug geht um 16:30 Uhr. Unsere Tickets hatten wir bereits in Deutschland vorgebucht. Bei unserem Flug hat jeder Fluggast 15kg Gepäck inklusive. Uns war von vornherein klar, dass das für uns alle definitiv zu wenig ist (auch wegen dem Tauchgepäck) und haben vorsichtshalber 40kg Übergepäck dazugebucht.- Jetzt bitte nicht erschrecken - 4 Flugtickets samt 40kg Übergepäck haben zusammen 148 Euro gekostet.- ZUSAMMEN!!!!

 

Die Abfertigung am Schalter erfolgt reibungslos. Wir haben sogar 6kg Übergepäck, müssen dafür aber nicht extra bezahlen.- Bingo! Durch die Sicherheit und ab zum Gate. Der Wartesaal ist total voll. Vergleichsweise gering ist die Anzahl der Langnasen unter all den Asiaten.

Wir werden per Bus zum Flieger gefahren, einer Propeller-Maschine, die rein optisch einen guten Eindruck macht.

 

Beim Betreten der Maschine werden wir von einem entzückenden Sawadeekaa einer noch entzückenderen Flugbegleiterin in Gelb- Schwarzem Kleidchen begrüßt. Eine weitere Kollegin ist im hinteren Teil der Maschine. Was soll ich sagen...? Sowas Goldiges habe ich lange nicht gesehen. Die beiden haben uns allen einen ganz tollen Flug bereitet.

 

Zuerst gab es einen kleinen Snack in Form von Wasser und einem Blätterteigtäschchen, welches thai-style mässig mit Bohnenfüllung (!) war. Ich muss sagen, es hat tatsächlich gut geschmeckt.

Danach folgte der Verkaufs- Service. Erste Runde mit Getränken und Snacks, zweite Runde mit lustigen Dingen wie Taschenlampen, NOK-AIR Basecaps, Plüsch- Flugzeugen und Dingen, die kein Mensch braucht. Die beiden haben das aber sooo süß gemacht, dass wir die ganze Zeit überlegt haben, was wir denn kaufen könnten...am Ende sind sie ohne Provision an uns vorbeigezogen.

 

Der Flug und alles drum herum hat uns unheimlich gut gefallen, wir können Vergleiche mit Air Asia ziehen und sagen, dass NOK-AIR bei uns sicherlich wieder gebucht werden würde!!!

 


Am Flughafen Ranong angekommen, fahren wir per Taxi zur bereits am Vortag gebuchten Unterkunft, dem Dahla- House.

Wer in Ranong per Flugzeug anreist, sollte wissen, dass es generell keinen Taxistand gibt!

Lediglich ein Minibus-Taxifahrer steht mit Schild am Ausgang und schaut nach Fahrgästen. Wir haben da auch direkt zugeschlagen. Eine Fahrt nach Ranong-Stadt dauert ca. 30 min und kostet pro Person fix 200 Baht. Recht teuer diese Fahrt!! Da es an dem Flughafen keine Alternative gibt, wird man halt an dieser Stelle als Touri leicht abgezockt :-)


Am Dahla-House angekommen machen wir direkt das Taxi für den nächsten Tag klar. Es soll uns zum Pier bringen, von wo aus wir die Insel Kho Phayam ansteuern werden. Dann checken wir ein, ein gemütlicher, zweckmäßiger Bungalow kostet 500 Baht die Nacht.


Da wir mal wieder Hunger verspüren, dauert es nicht all zu lang und wir landen im Nachbar- Restaurant 'Hideaway'. Ein Teil der Reisegruppe fordert europäisches Essen, welches im 'Hideaway'

angepriesen wird. Na ja, wie es so ist - die Thais sind für ihre gute Küche bekannt, aber lediglich für die einheimische! Alles andere ist eher enttäuschend und preislich gesehen viel zu hoch!


Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen, morgen müssen wir wieder den Wecker aktivieren!

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