Reisebericht Israel

Israel / Jordanien 2014

Die Vorbereitungen laufen langsam auf Hochtouren. Erste Unterkünfte sind gebucht. Hier ein kleiner Vorgeschmack unserer 4- wöchigen Route durch Israel und Jordanien, von der wir uns zwischendurch immer mal wieder per Text und mit schönen Bildern im Anhang melden werden:

 

Reiseroute Israel:

 

Tel Aviv --> per pedes oder per Radl

Jerusalem 

Bethlehem

Eilat

 

Zwischendurch wird sich spontan das ein, oder andere Ziel ergeben ( See Genezareth, Golan Höhen, Kibuzzim, Jordan, Totes Meer, Masada....) nicht alle Nächte sind im Voraus gebucht!

 

Reiseroute Jordanien:


Aqaba

Wadi Rum --> mit dem Wüstenschiff durchs Wadi, der Jeep erledigt längere Strecken :-)

Petra

Totes Meer

Amman

 

Auch in diesem Land haben wir noch Luft für weitere Ziele und Übernachtungsmöglichkeiten

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Tel Aviv- erste Eindrücke

 

 

Urlaub! Endlich! Die Freude ist riesengroß. Das ändert sich jedoch schnell als der Wecker um 02:45 rappelt!!!

Jallaaaaaa....

Zwei Flüge (DUS - FRA - TEL) und gut 12 Stunden später erreichen wir den Flughafen Ben- Gurion in Tel Aviv.

Kleine Anekdote live aus dem Flugzeug. Ein Gast beim Einsteigen zur Flugbegleiterin: "Guten Tag, mein Name ist Dr. xyz, ich bin Notarzt, wenn Sie meine Hilfe benötigen, können Sie mich gerne ausrufen. Ach........ich bin morgen auf einem Kongress und muss noch zwei Vorträge vorbereiten.- Hätten Sie vielleicht noch einen freien Platz in der business class...?"- Ohne Worte :-)))))

Und natürlich saß Dr. xyz brav in der Economy!!!

 

Nach zum Glück problemloser Einreise leisten wir uns den Luxus eines Taxis und fahren nach Tel Aviv- Jafo, wo wir ein Appartment gemietet haben.

Die Taxifahrt dauert ca. eine halbe Stunde und kostet für zwei Personen und zwei Koffer 152 NIS ( knapp 32€).

 

Den ersten Abend verbringen wir dann in einer eher mäßigen Falafel- Bude, die nicht weiter erwähnenswert ist. ;-)

 

Am nächsten Tag lassen wir uns Richtung Sheinkin Street treiben...hochgelobt was shopping und Cafés/ Restaurants betrifft.

Da wir ja nicht zum Shoppen unterwegs sind, bleibt hier nur ein kleines, aber nüchternes Fazit: zum Shoppen bitte Richtung JFK ;-)

 

Dafür war das Frühstück typisch israelisch und sehr lecker. Hummus mit Pita, Sandwich mit Salat...dazu ein Käffchen und der Tag kann kommen.  Das Wetter lädt zum Strandspaziergang ein. 26 Grad, blauer Himmel...was brauchen wir mehr???

Doch vorher geht es noch zum Carmel- Markt, der ganz in der Nähe der Sheinkin Street beginnt.

Hier bekommt das shopping Herz allmöglichen Ramsch ( siehe Bild ), aber auch super frisches Obst, Gemüse und Gewürze.

Wir verlassen den Markt nach einem frischen Karottensaft (5NIS), dem Kauf des weltbesten Salatgewürzes (Za'atar, 100g 6NIS) und drei Magneten für den Kühlschrank :-) !

To the beach...

Der Strand von Tel- Aviv ist ein schöner, breiter Sandstrand. Überall gibt es Sonnenliegen, Stühle oder sonnengeschützte Holzpodeste.

Strandcafés laden direkt zum Verweilen ein. Die Preise sind vergleichsweise zu Deutschland recht hoch. Ein Bier kostet hier z.Bspl. 30NIS (6,25€). Wir beobachten die trainierten Beach- Volleyballer beim Spiel und genießen das tolle Klima.

 

Am Abend machen wir ein nettes Restaurant ausfindig, gar nicht weit weg vom Carmel- Markt. "Hamitbahon" (Die Küche).

Die Preise sind hier noch ganz human. Für ein leckeres Couscous Gericht mit Rindfleich und Gemüse, einen griechischen Salat und zwei antialkoholischen Getränken bezahlen wir ohne Tipp 116NIS ( gut 24€).

 

 

 

 

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Tel Aviv - Part II

Hatten wir eigentlich erwähnt, dass Tel Aviv kein schlafloses Nest ist?

Wer meint, hier zur Ruhe zu kommen....muss wohl Richtung Negev reisen und einen riesen Bogen um die Stadt machen.

Allein unser faszinierendes Schlafzimmerfenster spricht Bände. Man hat quasi das Gefühl, der Bus fährt 10cm am eigenen Ohr vorbei, natürlich mit einem Affenzahn und lautem Gehupe! Baruch habaim! Welcome to Israel!

 

Noch im Schlafmodus und langsamen Schrittes, haben wir heute morgen einen recht langen Marsch nach Alt-Jaffa geschafft. Ohne Frühstück wohlbemerkt, denn dieses wollen wir im 'Ali Caravan' zu uns nehmen.

Das 'Ali Caravan' haben wir in einem Reiseführer gefunden und irgendwie hatte uns die Beschreibung darin dermaßen beeindruckt, dass wir prüfen wollten, ob Besagtes den Tatsachen entspricht. - Tut es! Absolut! Waaahnsinn!

"Wäre Hummus eine Religion, wäre dieses winzige Restaurant sein Mekka...."! Stimmt! Man erkennt das Restaurant an der Menschenmenge davor. Zum einen warten die hungrigen Mäuler an der take-away Ausgabe, zum anderen, um einen Platz in dem kleinen Etablissement zu ergattern. Da wir nach unserem gefühlten "40 Tage Marsch" ziemlich hungrig waren, haben wir uns lediglich an die take-away Schlange gestellt.

Tja, und was bestellt man dann so wenn es keine Speisekarte gibt? Na klar, man zeigt und fuchtelt genau wie alle anderen und hat 40 sek später eine Tüte mit einer Portion Hummus (klein 17NIS), einer Portion Ful (klein 17NIS), 4 Pitabroten und einer Dose Cola vor sich liegen.

Damit verziehen wir uns wie alle anderen, die keinen Platz in dem Mini Restaurant bekommen haben, ein klein wenig abseits und genießen die kräftige Nahrung.

Wir möchten dieses Restaurant hiermit an alle Hummus Freunde weiterempfehlen! 

 

Danach geht es Richtung Flohmarkt, dessen Geräuschpegel zu vergleichen ist mit 100 Bussen, die an unserem Schlafzimmerfenster vorbeibrausen!

Hier bekommt man einiges geboten- Schmuck, Klamotten jeglicher Art, religiöse Artikel, Möbelstücke, Souvenirs usw.

Bitte nicht vergessen zu handeln. Und zwar ordentlich! Ihr solltet weniger als die Hälfte des genannten Preises zahlen. Dann ist es ein ok deal für beide Seiten. Zahlt ihr mehr...hat zumindest eine Seite gut abgeschnitten.

Da uns dieser immense Lärm nach einer Weile nervt, ziehen wir weiter Richtung 'Hatachana', dem alten Bahnhof Tel Aviv's. Er befindet sich im Neve Tzedek Viertel und besteht heute aus verschiedenen Gebäuden, die unter anderem in Restaurants aller Art und vielen Geschäften umgewandelt wurden. Ein recht buntes Treiben und voller Einheimischer, die den Shabat einläuten. 

 

Wir lassen den schönen Tag ausklingen an dem Ort, der uns gestern schon so gut gefallen hat und vor allem nur 3min Fußmarsch bedeutet: 'Hamitbahon'! Die Speisekarte gibt erneut einiges her: Hühnerbollen mit Reis und Gemüsesoße, Shakshuka ( ein Gemisch aus gekochten Tomaten samt Gewürzen und Ei) und leckerem eingelegten Gemüse! Preis Leistung wie gestern. Wir möchten dieses Restaurant gerne weiterempfehlen! (Rabbi Akiva St./ Ecke Gedera St.)

 

Shabat shalom!

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Schlaflos in Tel Aviv

Irgendwie hatten wir uns auf den shabat gefreut. Obwohl es zwar nachteilig war, dass die Geschäfte dann von Freitagabend bis Samstagabend geschlossen, und auch viele Lokalitäten verrammelt waren, hatten wir doch das Glück, dass bereits erwähnte Busse nicht an unserem SZ Fenster vorbeifahren konnten. Dafür gab es ein anderes Problem: Regen! Und zwar in millionenfacher Literzahl....das hörte sich des Nachts dann so an, dass man das Gefühl hatte, es stehe jemand mit einer nie leer werdenden Gießkanne auf einem ca. 1 m hohen Podest direkt über unserem Fenster und entlädt die Flüssigkeit, die dann wiederum auf unsere Metall- Fensterbank niederprasselt und zum Trommelwirbel erklingt. Ich habe fertig!!!

 

 

 

Dementsprechend spät beginnt heute unsere Tour vom Gordon Beach rauf bis zum Hilton Beach und dann weiter zum Park Ha Yarkon, der mit dem Central Park in NYC verglichen wird. Gut, ich muss dazusagen, dass nach Erreichen des Parks das Wetter von leicht bewölkt auf 'gleich kommt was runter' umschlug und wir uns deshalb entschieden haben, den Park nicht weiter zu erkunden. Viele Hundebesitzer, Jogger, Familien und Spaziergänger aller Altersklassen haben wir angetroffen. Sicherlich ist der Park an einem schönen, sonnigen Tag ein absoluter Ruhepol und demzufolge zu empfehlen.

Auf dem Weg nach Hause erfasste uns dann wieder ein mega Regenschauer. Wir befanden uns derzeit auf der King George street und fanden Unterschlupf in einer super netten Lokalität gleichen Namens. Das King George hat eine tolle Speisekarte und die bisher besten Preise. Hier gibt es einen riesen Pasta Teller für 30NIS, einen Schnitzelteller mit Salat und Pommes für 40NIS und selbst nur bei einer Getränkebestellung bekommt man Knabberzeug in Form von warmen Kichererbsen und eingelegtem Kohl serviert. Sehr netter Service. Getränke gibt es ab 10NIS für eine Limonade mit frischer Minze oder eine Tasse Tee. Bier ab 15NIS.

Das 'King George' können wir ruhigen Gewissens weiterempfehlen!

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"DIE REISE" nach Jerusalem

Haben wir nicht alle schon  vor all zu  langer Zeit 'Die Reise nach Jerusalem' gespielt? - Dudeldudeldu, Musik aus, setzen und der letzte, der stehenbleibt, weil kein Sitzplatz mehr vorhanden ist, muss ausscheiden.

Jetzt drehen wir das Rad in Richtung 2014, wo genau WIR heute mit dem Bus von Tel Aviv nach Jerusalem fahren wollen.

Das Taxi bringt uns sicher zum neuen Busbahnhof und durch die Dame an der Information erfahren wir recht schnell unser Abfahrgate.

Das Gepäck noch fix eigenständig verladen, zwei Tickets beim Busfahrer bezahlt und schon schließt die Fahrertür und der Bus rollt los. Wr stehen immer noch beim Fahrer vorne und kämpfen uns in die Mitte des Busses vor....leider nimmt die Anzahl der mitfahrenden Köpfe nicht ab, im Gegenteil, außer uns beiden stehen bereits drei weitere Fahrgäste, weil ALLE Plätze belegt sind. Wahrscheinlich packt sich Fahrer Moshe die extra Kohle in seine eigene Tasche. Ach wer weiss...reine Spekulation, jedenfalls ist es zu spät um auszusteigen, weil wir ja bereits Fahrtwind gewinnen. Binnen einer Stunde "stehender" Fahrtzeit erreichen wir die alten Gemäuer von Jerusalem. Unsere Hoffnung, dass Moshe mal ein ordentliches Lied abschmettert und die Plätze neu gemischt werden, erfüllte sich während der Fahrt übrigens nicht!

'Die Reise nach Jerusalem' (bzw zurück in die Zukunft) kostet (von Tel Aviv aus) pro Person 19NIS und wird direkt beim Fahrer bezahlt!

 

Unsere Herberge für die nächsten Tage ist das 'Abraham Hostel'. Für ein DZ mit eigenem Bad bezahlt man hier gut 60€. Im Vergleich zu Hotels noch ein guter deal. Das Hostel gefällt uns auf Anhieb gut. Da wir vor der check in Zeit angekommen sind (check in: 14:00 Uhr), gehen wir ein Stockwerk nach oben in den Aufenthaltsraum und trinken eine Tasse Kaffee. Wir entdecken das Tourangebot des Hostels und sind direkt begeistert von der angebotenen Vielfältigkeit. Zügig entscheiden wir uns für zwei verschiedene Angebote. Da wir dadurch rein zeitlich

ein klitzekleines Problem hätten, buchen wir, direkt vor check in bereits eine Verlängerungsnacht. Zum Glück klappt das auch ohne Probleme.

Nachdem wir unser Zimmer dann bezogen haben, sind wir auch direkt raus Richtung Altstadt. Und wieder fing es an zu plästern, dass man sich kurzweise wirklich fragt, ob das Wasserproblem in dem Land reell ist.

Wir saßen dann kurzweilig in einer 'ok' Lokalität und zogen weiter, als die Regenwolken das Gleiche taten.

Und dann stehen wir endlich vor einem der 8 Tore Jerusalems- dem 'Jaffa Gate'. Prima, und durch!

Recht zielloses Herumstreunen bringt uns heute immerhin noch zur Klagemauer, wo trotz des Winterwetters noch genug Gläubige ihren Gebräuchen nachkommen. Wir erreichen auch die Grabeskirche, der Ort an dem Jesus gekreuzigt und auch wieder auferstanden sein soll.

Ziemlich düstere Geschichte, diese Kirche. Nicht zu vergleichen mit vielen prunkvollen Gotteshäusern in Deutschland und Europa.

Wir buchen noch eine Attraktion für den morgigen Tag, nämlich eine geführte Klagemauer- Tunnel Tour, auf die wir uns sehr freuen.

Und da jetzt hier im Hostel ein live Konzert stattfindet- holy land, holy end!

 

Laila tov!

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Bilder sprechen mehr als 1000 Worte

Von daher ist die Redaktion heute geschlossen.

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West Bank - Ramallah, Jericho und Bethlehem

Huhu, die Redaktion meldet sich von einer kurzen Verschnaufpause zurück! 

 

Heute berichten wir von einem Tagestrip in Gebiete, die einigen sicherlich aus den Medien bekannt sind. Aber der Reihe nach...

Wir fahren um 8 Uhr morgens los, eine nette Reisegruppe verschiedener Nationalitäten findet sich zusammen. Italiener, Deutsche, Engländer, Amerikaner, Finnen, Norweger und zum Schluss ein Pole. Der kam auch direkt 10min zu spät!

 

Qasr al- Yahud lautet der Name unseres ersten Anlaufpunktes. "Palast der Juden". Wer hier ein Schloss, eine Burg oder gar nur ein Türmchen samt Gartenanlage vermutet, der liegt ziemlich falsch. Zum einen gibt es weder die ein, noch die andere Architekturstätte, geschweige denn eine Gartenlandschaft oder Ähnliches. Vielmehr ist man gezwungenermaßen aus allen Richtungen von (zum Glück) eingezäunten Minenfeldern umgeben. Qasr al- Yahud.- Hier fließt der Jordan entlang und das gegenüberliegende Ufer (ca. 8m Entfernung) gehört bereits zu Jordanien. 

Was ist so spannend an einer idyllisch gelegenen, eingezäunten Minengegend? Nun, für alle christlich Eingestellten sei gesagt, dass hier Jesus von Johannes dem Täufer getauft wurde und er daraufhin sein Wirken und Werken begann....

Eine russische Reisegruppe vollzieht live eine Tauforgie und wir schauen begeistert zu. Es gibt in Tiberias ( See Genezareth) nochmals eine Taufstelle. Jedoch ist sie viel touristischer als die von uns besichtigte und eher nicht zu empfehlen.

Hier, in Qasr al- Yahud gibt es immerhin nur einen Souvenirladen!

 

 

Wir fahren weiter Richtung Jericho.

Jericho...älteste Stadt der Welt. Was kann man über Jericho berichten? Tja, um ehrlich zu sein...viele alte Steine und der Berg der Versuchung sind zwei topics.

Außerdem herrscht hier alljährlich ein so angenehmes Klima, dass viele Palästinenser Ferienhäuser in Jericho besitzen und einfach gerne ein Wochenende hier verbringen.

Die Kehrseite allerdings gibt es auch: Flüchtlingslager, in denen tausende Vertriebene leben und sich arrangieren müssen. Zwei solcher Lager gibt es bei Jericho.

 

Weiter gehts nach Taybeh- hier darf schon mal im wahrsten Sinne des Wortes angestossen werden. Und zwar de facto auf die Stadt selbst, halten doch die Einwohner dieses kleinen Ortes daran fest, dass Jesus hier mit seinen Jüngern die letzten Stundenn verbracht haben soll.

Vor einigen Jahren hat eine Familie hier eine Brauerei eröffnet, die 15 Angestellte zählt. Das Gebräu ist wirklich nicht schlecht. Verschiedene Sorten, abgefüllt in verschiedenen Flaschengrößen. Und fertig ist das Palästinenser Bier! Es wird bereits in viele Länder exportiert.

Schöne Geschichte, sollte man mal vorbeischauen wenn es sich einrichten lässt!!!

 

Der nächste Stopp ist Ramallah ("Gottes Berg"). 

900m über dem Meeresspiegel liegt diese Stadt, unweit von Jerusalem (10km).

Hier liegt Jassir Arafat begraben, der 2004 in Paris verstarb. Seine letzte Ruhestätte wird von zwei Soldaten bewacht. 

Ansonsten ist Ramallah heutzutage politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der palästinensischen Autonomiegebiete.

Das Leben in den Strassen wirkt freundlich, offen und nett. Es gibt überall Geschäfte, Kramläden, Schmuckläden usw., das Highlight für uns war jedoch das "Stars and Bucks" (anstatt Starsbucks) wo wir uns direkt auch die berüchtigten mugs gekauft haben. 

 

Letzter Anlaufpunkt ist Betlehem! 

Wer denkt nicht gleich an die Krippe im Wohnzimmer neben dem Weihnachtsbaum...?

Die heiligen drei Könige, Maria und das Christuskind in der Krippe....

Well, natürlich waren wir wahrhaftig auf dem Hirtenfeld, auf dem der Bote vor etlichen Jahren die Geburt Jesu an das Fussvolk verkündete. Und natürlich waren wir auch an dem Platz, an dem die Jungfrau Maria ihren Sohn gebar. Hier steht nun eine Kirche- die 'Geburtskirche'.

An der Geburtsstelle Jesu prangt ein riesen Stern auf dem Boden. Gläubige Christen stehen hier Schlange um ein kurzes Gebet auszusprechen oder wenigstens schnell den Boden zu küssen. Unser cleverer Guide hatte Trick 17 drauf und schleuste uns in 6-er Gruppen an den langen Warteschlangen vorbei! :-) Gewusst wie! Wir waren insgesamt 19! :-)

Jetzt begab es sich auf unserem eintägigen Ausflug, dass wir einen gläubigen Polen an Bord hatten, der mit der 10-minütigen Verspätung!

Obwohl der Guide uns immer wieder an Sammelstellen zusammentrieb, war vom Schlesier keine Spur zu erkennen. Er ließ sich halt Zeit...und wurde daraufhin immer von einem aus der Gruppe plus Guide gesucht und gefunden.

Auch in Betlehem sollten wir noch etwas die Wirtschaft ankurbeln und wurden zum shoppen in einen relativ teuren Souvenirladen geschickt. Auf wen wir letzten Endes wieder warten mussten, muss ich hier wohl keinem mehr erklären....to be continued!

Ein Spaziergang zum Schluss führte uns an einem weiteren Flüchtlingslager vorbei. Und dann standen wir vor der 'Mauer', der sogennanten israelischen Sperranlage. Über 700km lang, einige Meter hoch. Eigentlich unvorstellbar. Und sehr traurig.

 

Fazit: Wir bereisen Israel und Jordanien. Wir, als Deutsche, kennen die Geschichte um das Land Israel nur zu gut.

Wir sind dankbar, dass wir nun auch die Gelegenheit hatten, 'die andere Seite' kennenzulernen.

Wir sind mit eineinhalb Stunden Verspätung in Jerusalem angekommen....naaa? Ok.- das lag NICHT an ihm :-)))

 

Wir möchten allen Reisenden, die etwas Zeit mitbringen, empfehlen unbedingt nach Palästina zu reisen. Allerdings sollte es eine geführte Tour sein. Der ganze Ausflug ( Qasr al- Yahud, Jericho, Ramallah u Betlehem plus ein super leckeres lunch, mega gut) kostete uns 360NIS p.P. (ca. 75 €) und ist das Geld allenmals wert. Wir haben ähnliche Angebote in der Altstadft gesehen, da verlangte man durchaus 20€ mehr.

Wir haben die Tour im Abraham Hostel gebucht und als Gäste auch nochmal 10% reduction erhalten! Super nette Guides! 

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Jerusalem - Short summary after a five days stay

Religionen- Geschichte- Steine und Mauern- Erinnern- und Hummus ohne Ende

 

Fünf Tage scheinen auf den ersten Blick auszureichen für eine "Städtereise". Nicht jedoch für Jerusalem.

Wir hätten gerne viel mehr Zeit hier verbracht, weil die Stadt einfach voll ist von Attraktionen und so vieles zu bieten hat, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, dass man seine Zelte abbrechen muss....

Was haben wir gesehen, erlebt und was kann man weiterempfehlen....?

 

 

Zuerst einmal möchten wir auf das 'Abraham Hostel' hinweisen, welches ein mega Preis- Leistungsverhältnis bietet. 

Unser Zimmer war groß und sauber. Es wurde sogar täglich gereingt, schon eher ungewöhnlich für ein Hostel.

In der ersten Etage befindet sich die Bar mit großem Aufenthaltsraum auf der einen Seite und gegenüberliegend eine große Küche, welche mit allem pipapo ausgestattet ist. Es kann nach Herzenslust gebrutzelt und gekocht werden, was dem Geldbeutel an manchen Tagen sicherlich entgegenkommt.

Das Personal war stets sehr nett und hilfsbereit. Es gibt ein vielfältiges Tourenangebot und für Hostel- Gäste 10% Rabatt darauf.

Die Lage ist ideal. Man läuft zum Jaffa- Gate ca. 10-15min, je nach Schuhgröße.

 

Old- City

Die Altstadt Jerusalems ist der Knaller. 

Sie ist in verschiedene Viertel eingeteilt, z.B. christliches, jüdisches oder muslimisches Viertel.

Die engen Gassen könnten Vorlagen etlicher Kinofilme sein, sofern sie es nicht bereits waren.

Ein Souvenirladen liegt dicht neben dem nächsten. Hier kann man handeln ohne Ende- und muss das auch tun!

 

 

Via dolorosa- der Leidensweg Jesu bzw. sein Kreuzweg und die 14 Stationen können nachgegangen werden. Er endet in der Grabeskirche.

 

Klagemauer- die höchste Heiligstätte der Juden. Hier beten täglich fromme Juden, Mann und Frau jedoch getrennt voneinander.

Wir waren öfters hier, weil uns die Atmosphäre gut gefallen hat.

Ein Klagenmauer- Tunnel Spaziergang ist zu empfehlen (30NIS) und wenn möglich in der high season vorzubuchen. 

 

Felsendom, Al-Aqsa Moschee/ Tempelberg: puh, viel Geschichte, ich versuch mich kurz zu halten:

Der Felsendom ist nach Mekka und Medina die wichtigste Heiligstätte der Muslime. Allerdings gibt es hier ein kleines Problemchen, standen genau an dem Ort zuvor 2 Tempel der Juden, die im Laufe vieler hunderte Jahre nacheinander zerstört wurden und bis dato eben die Heiligstätte der Muslime gen Himmel prangt. Schön ist sie ja in der Tat, diese goldene Kuppel, diese wunderschönen Mosaikfensterchen. Aber stellt euch bitte vor was passieren würde, wenn die Juden endlich wieder einen Tempel an dieser Stelle haben wollten...? Ich möchte es mir nicht ausmalen...

Leider darf man als Nicht- Muslime das Innere des Felsendoms nicht betreten. Schade!

Die Al- Aqsa Moschee war ebenfalls nicht zu betreten, ich nehme an wegen irgendeiner Gebetsrunde.

 

Stadtmauer von Oben: wir haben am Jaffa- Tor Tickets für einen Spaziergang auf der Stadtmauer gekauft. 16NIS pro Person.

Man läuft dort oben entspannt die Mauer entlang und hat einen anderen Blickwinkel auf das Treiben in den Gassen.

 

Zion- Tor, Friedhof, Grab Oskar Schindler: über 1200 Juden konnte Oskar Schindler in der Nazi- Zeit vor Hitlers Vernichtungs- Methoden retten. Er liegt hier in Jerusalem begraben. 

 

Abendmahlsaal: hier speiste der Geschichte nach Jesus mit seinen 12 Aposteln zum letzten Male vor seiner Kreuzigung

 

Zum Schluss noch ein Tipp zur Anreise auf den Ölberg:

Ausgang Damaskus- Tor, rechts halten und dann kommt auf der linken Straßenseite der Busbahnhof. Und schon sitzt man im Arab Bus 75 und fährt für 5,5NIS den Ölberg hinauf. Austieg ist dann in der Nähe vom Augusta Victoria Hospital. Danach ca 20 min bis zum Seven Arches Interconti laufen. Von hier hat man eine fantastische Aussicht auf Jerusalem samt Altstadt und hier geniesst man die Ruhe in Kombination mit Sonnenuntergang. Idealer Anlaufpunkt für Foto- Freaks. Zurück kann man den Berg auch gut herunterlaufen, bis zum Löwentor an die Altstadtmauer.

 

Mahane Yehuda- Markt: 

Ganz toller Markt an der Jaffa- Road. Angeboten werden Oliven, Gemüse, Obst, Brot und vieles mehr.

Unglaublich frische Waren werden mit einer enormen Lautstärke angepriesen, dass mann teilweise gar nicht mehr anders kann als zu kaufen. Sofern man noch steht und nicht bereits von fuchtelnden und drängelnden Mitstreitern verjagt wurde.

Wir waren auch hier einige Male, weil uns die Szenerie durchaus gefallen hat.

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Goodbye Jerusalem und Shalom Eilat

Good evening in the evening! 

 

Bevor es auf die Autobahn Richtung Eilat geht, möchten wir euch entführen in eine Welt, die vielen von uns doch eher fremd ist- das orthodoxe Judentum.

Wir buchten gestern eine Nachmittags- Führung und hatten quasi eine Privattour, weil wir die einzigen Interessenten waren. Mazel tov!

Welches Resumée ziehen wir aus diesem religiösen Spaziergang?

Es herrschte bei uns eingangs Verwirrung, weil wir Christen an die 'Zehn Gebote' gebunden sind und uns während der Tour immer wieder eingetrichtert wurde, dass im orthodoxen Judenleben die 'Sieben Gesetze des Noah' zählen. Davon hatten wir zuvor noch gar nichts gehört.

Ganz interessant war die Route durch ein Viertel, welches zeitlich gesehen stehengeblieben schien. Orthodox gekleidete Menschen in Hülle und Fülle, orthodoxe Lehrschulen, aus denen man manches Mal lauten Gesang entnehmen konnte, Buchläden en masse mit noch mehr religiöser Fachliteratur...und für uns am Ende ein Glücksgriff- die tolle Bäckerei, aus der der Duft frisch gebackenen Brotes und Gebäck sich schon meterweit vorm Eingang in unsere Nasen schlich.

Am Ende der Tour wurden wir noch kurz in die Privatwohnung unserer orthodoxen Reiseführerin eingeladen, welche erwartungsgemäß voll von jüdischen Schriften, rituellen Objekten und vielen Bildern des ultra wichtigen Rabbis Menachem Mendel Schneerson war.- Gut.

Spannend das Ganze, aber es hat dann auch gereicht!

 

Heute Morgen haben wir unseren Mietwagen abgeholt. Es gab ein kostenfreies Upgrade, welches wir dankend angenommen haben. Allerdings ist die Karre im zarten Alter von zwei Jahren bereits derart verbeult und vermackt, dass es eigentlich ein Wunder ist, dass das Vehikel überhaupt anspringt.

Mit nur einem extra Schlenker finden wir dann direkt den Kurs --> Dead Sea/ Eilat

Wir fahren entlang der Küste und sehen das Salzmeer, das sich 417m unter dem Meeresspiegel befindet.

Mit der Qualität und Wunderwirkung des Wassers werden wir uns allerdings erst auf jordanischer Seite vertraut machen und später berichten. Vorerst genießen wir an einigen Stops den Blick über das Tote Meer, leider bei eher diesiger Sicht zur jordanischen Seite.

Nach gut 5- stündiger Fahrt erreichen wir endlich Eilat, die kleine Seifenblase Israels.

Hier finden wir Unterschlupf bei einer Freundin aus vergangenen Jahren und beziehen ENDLICH mal ein ruhiges Zimmer.

Der Abend klingt aus bei einer Pizza und später einem Kneipengang der Redaktion mit der Gastgeberin. Nähere Details zum Verlauf des Abends unterliegen dem Jugendschutzgesetz! Lechaim!!!

Wir freuen uns nun auf ein paar ruhige, entspannte und vor allem sonnige Tage in Eilat!

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Déjà-vu Tel Aviv

Seit ein paar Tagen weilen wir in Eilat, der südlichsten Stadt Israels. Nur ein Katzensprung ist es zur ägyptischen, und auch zur jordanischen Grenze. Bei guter Sicht sieht man, an der ägytischen Grenze stehend, auch gleich noch Saudi- Arabien.

 

TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR!!! 3:1 für Dortmund!!! Heja BVB!!!

Sorry, wir sind live am TV dabei! :-)

 

Weiter im Text...

Wie bereits erwähnt, haben wir ein Quartier bei einer Bekannten bezogen.

Ein schönes, großes Zimmer ist unsere kleine Oase, die sich nur vom gegenüberliegenden Baukran und dementsprechendem Lärm des morgens zum Kurzalbtraum entwickelt. Déjà-vu Tel Aviv. Zum Glück entspricht die Arbeitsmoral nicht ganz der Deutschen und somit hatten wir wenigsten heute einen entspannten Morgen ohne Bohr-, Schleif und Hammergeräusche!

 

Das Wetter hier im Süden ist traumhaft. Tagsüber gut 26-28 Grad, eine leichte Meeresbrise und der Strand lädt zum Verweilen ein.

Genau das haben wir auch direkt umgesetzt bis zu dem Zeitpunkt, als unser Fotograf nach Einnahme von Chicken-Wings in einer Strandbar wegen einer immensen Darmverstimmung plus Fieber für knapp zwei Tage ausfiel. Seit heute geht wieder besser und im Hinblick auf unsere zweitägige Kamel/Jeeptour durch's Wadi Rum am Freitag, sind wir sehr froh darüber. Wer weiss, was uns in Jordanien diesbezüglich noch erwartet....Dort wird nur die Backpacker-Regel zählen: "Cook it, peel it, or leave it" 

 

Gestern morgen gab es für einen kurzen Augenblick einen Schockmoment. Wir waren soeben mit dem Frühstück fertig, als plötzlich Sirenen losgingen. Genau DIE Sirenen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Instinktiv hat sich die Redaktion noch an eine der Hauswände gehockt, während der halbtote Fotograf in aller Ruhe weiterduschte. Der hat's wirklich faustdick hinterm Hummus!

Nach einigen Sekunden stoppten die Sirenen und wir erfahren, dass es sich um einen Test des Raketen- Abwehrsystems gehandelt hat. Wie gut das Abwehrsystem de facto arbeitet, hat man hier in Eilat erst Ende Januar gemerkt, nachdem aus dem Sinai kommende Raketen abgewehrt, und somit ein riesen Unglück verhindert wurde. Mazel tov!

 

Wir freuen uns über den grandiosen Sieg des BVB in St. Petersburg! See you tomorrow!

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Lehitraot Israel --> Marhaba Jordan

Unseren letzten Urlaubstag in Israel verbringen wir per Auto im 'Timna' Nationalpark Eilat. Ein 60km² großes Areal, in dem man wunderbar wandern kann, Trecking Rad Touren unternimmt oder wie wir- einfach mit dem Auto durch den Park braust. 

Uralte Kupferminen (4000 v.C), verschiedene Felsformationen in vielfältiger Farbpracht kann man hier entdecken. Der Eintritt kostet 49NIS pro Person.

Darin enthalten ist eine Multimediapräsentation, ein Tässchen Tee (oder auch mehr wenn man mag) sowie eine kleine, leere Flasche, die man individuell mit farbenfrohen Sand füllen darf. 

Spät Nachmittags erreichen wir dann wieder Eilat (ca. 25km von Timna), erledigen letzte Einkäufe und quatschen gemütlich mit unserer Herbergsmutti Chrissie, die derweil unsere mitgebrachte Erkältung ausbaden muss! :-((

Letzte Aufnahmen werden geschossen und bearbeitet....Koffer gepackt....

 

...und schwupps ist Abreise angesagt!

 

 

 

 Lehitraot Israel! Salam Aleikum Jordan!

 

Wir geben unseren Mietwagen ab und lassen uns per Taxi zur jordanischen Grenze bringen. Die Fahrt kostet 47NIS (inkl Gepäck).

Dort angekommen muss man zunächst für die Ausreise bezahlen! Sowas von logisch...

Und da wir bereits gelernt haben, dass Israel ein eher teures Reiseland ist, kostet die Ausreise pro Person auch direkt 102NIS plus einmalig eine Gebühr von 5NIS. Also- immer ein paar Shekel zurückhalten!!!

Wir ziehen weiter mit Sack und Pack und gelangen problemlos durch die jordanische security. Das lag natürlich größtenteils an der motivierten Haltung des dort arbeitenden Arabers, der dreimal den Koffer des Fotografen durch die Röntgenmaschine jagte, weil er etwas undefinierbares entdeckte aber dennoch nicht darauf bestand, das Gepäckstück mal zu öffnen.

Viel lieber und weitaus interessierter fragte er nach unserer Reiseroute in seinem Land und machte uns seine Heimatstadt Kerak schmackhaft. 

Als er keine Inspektionslust mehr verspürte, folgte eine typische Handbewegung und das Security-Thema war erledigt. Herzlich willkommen in einer anderen,- der arabischen Welt!

Jetzt nur noch der Passstempel und wir verschwinden mit dem Taxi Richtung Aqaba- City.

 

Die Taxifahrt kostet 11JD und ist ein Festpreis. Wenn man den Grenzübergang erfolgreich überstanden hat, befindet sich am Ausgang eine große und vor allem hilfreiche Preistafel mit verschiedenen Destinationen in Jordanien und entsprechendem Taxitarif. M;an wird sogar von einem netten Herrn zugewiesen. Passt!

Der überaus gesprächige Fahrer Musa bringt uns zum Hotel Al- Qidra. Wir beziehen ein großes, schönes Zimmer und erkunden sogleich noch ein wenig die Strand- und Stadtgegend.

Wir stellen fest, dass preislich gesehen zwischen Jordanien und Israel mehrere Welten liegen. Eine Schachtel Zigaretten kostet hier zB. nur ca. 1,25€! Wowwww!

Ein Abendessen in einem schönen Restaurant mit einem Starter, einer Suppe, einem Hauptgericht und zwei Getränken kostet inkl. tax und tip nur 17€. Gegenüber hätten wir mindestens das Doppelte bezahlt. So macht's natürlich richtig Spass!

Der Abend klingt gemütlich aus, wir müssen morgen früh raus...Wadi Rum samt Kamele wartet auf uns. Auf den Spuren des Lawrence von Arabien., 2 Tage/Nächte Zelten mit den Beduinen im Desert. 

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